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Harte Strafe für Roger Schmidt, DFB sperrt Bayer-Coach für fünf Spiele

Bundesliga Nachrichten
Foto: struppi0601 / pixabay

Das Skandalspiel von Leverkusen bestimmt auch drei Tage danach die Sportberichterstattung in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund DFB hat heute das Strafmaß für Bayer-Coach Roger Schmidt für sein Verhalten am vergangenen Sonntag bekannt gegeben. Schmidt wurde für insgesamt fünf Spiele gesperrt. Auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler wurde vom DFB mit einer Geldstrafe belangt.

Bereits unmittelbar nach dem Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund war allen Beteiligten und Fans klar, dass Bayer-Coach Roger Schmidt für sein Verhalten gegenüber Schiedsrichter Felix Zwayer eine saftige Strafe vom Deutschen Fußball-Bund DFB aufgebrummt bekommt. Schmidt hatte sich beim Bundesliga-Spiel gegen den BVB am vergangenen Sonntag geweigert die Coaching-Zone bzw. den Innenraum zu verlassen und auf die Tribüne zu gehen. Daraufhin hatte Schiedsrichter Zwayer die Partie für knapp zehn Minuten unterbrochen.

Schmidt fehlt gegen Mainz, Augsburg und Bremen

Heute folgte die Verkündung des Strafmaßes, Schmidt darf nach dem Eklat im Spiel gegen den BVB die Werkself in den kommenden fünf Spielen nicht im „Stadion-Innenraum“ betreuen. Als Grund für die harte Bestrafung nannte der DFB ein „fortgesetztes unsportliches Verhalten“. Drei Partien wird Schmidt nun zuschauen müssen, die restlichen beiden Spiele sind bis zum Sommer 2017 auf Bewährung ausgesetzt. Damit wird der 48-jährige gegen den 1. FSV Mainz 05, gegen Werder Bremen und beim FC Augsburg nicht auf der Trainerbank sitzen. Neben der Sperre muss Schmidt zudem 20.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Schmidt äußerte sich nach der Verkündung des Urteils wie folgt dazu: „Ich habe sie so akzeptiert, empfinde die Strafe aber als hart und nahe an der höchstmöglichen dran. Ich habe mich nicht gut verhalten und einen Fehler gemacht. Ich versuche in Zukunft daraus zu lernen“.

Auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler wurde vom DFB für sein Verhalten bzw. seine Äußerungen gegenüber Schiedsrichter Zwayer belangt. Völler muss insgesamt 10.000 Euro Geldstrafe zahlen. Wenn die beiden die Regeln von Roulette verstehen würden, hätten Sie solch ein Verhalten sicherlich nicht an den Tag gelegt.

Drei Spiele Sperre sind rein objektiv betrachtet eine sehr harte Strafe, doch Schmidt hat mit seinem Verhalten für ein Novum in der Fußball Bundesliga gesorgt. Noch nie musste ein Unparteiischer eine Begegnung wegen des (Fehl)Verhaltens eines Trainers zwischenzeitlich unterbrechen. Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge stand die Partie kurzzeitig sogar vor dem kompletten Abbruch. In diesem Fall wäre die Strafe sicherlich nochmals höher ausgefallen. Der DFB hat mit diesem Urteil sicherlich aber auch ein „Exempel statuiert“ und will in Zukunft solche Zwischenereignisse vermeiden.

Es wird spannend zu sehen ob Schmidt sich bis zum 30. Juni 2017 nichts mehr zu Schulden lassen kommt. Sollte dies der Fall sein, greift die Bewährung und der Fußball-Trainer wird für weitere zwei Spiele gesperrt, unabhängig davon welchen Verein trainiert.

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