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Medien: Mario Götze will beim FC Bayern bleiben – echtes Treuebekenntnis oder Kalkül?

FC Bayern: Mario Götze droht mit einer Adduktorenverletzung länger auszufallen
Foto: Богдан Заяц / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Mit seinem spektakulären wie auch unerwarteten Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern München sorgte Mario Götze 2013 für einen Aufschrei der Empörung – vor allem auf Dortmunder Seite. Es sollte der „nächste Schritt“ nach der hervorragenden Entwicklung des Talents folgen, der bereits mit Lionel Messi verglichen wurde. Nach drei Jahren FC Bayern ist von diesem Credo nicht mehr viel übrig, auch wenn er bei der WM 2014 das Tor zum WM-Titel geschossen hatte.

Ein Wechsel in dieesm Sommer schien lange beschlossene Sache zu sein. Doch am Montag (23.05.2016) gab Mario Götze via „Bild“ bekannt, dass er sich auf die neue Saison in München unter Carlo Ancelotti freue. Was will er damit bezwecken, da ihm ja unter dem Italiener das gleiche Schicksal wie unter Guardiola zu drohen scheint?

Es kann nicht der Anspruch von Mario Götze sein, ein weiteres Jahr hauptsächlich auf der Bank zu verbingen und „gutes Sitzfleisch“ zu haben um für mögliche Einsätze in „großen Spielen“ mit dem FCB gewappnet zu sein. Lange Zeit sah es so aus, als sei ein Wechsel nach Liverpool oder gar zurück zum Heimatverein Borussia Dortmund nur noch eine Frage der Zeit. Doch mit dieser Mitteilung sorgt er selbst für weitere Verwirrung.

Mario Götze mehr in den Medien als auf dem Platz

Ganz allgemein findet sich Mario Götze in den letzten Jahren mehr in den Medien wieder als auf dem Rasen, da wo er eigentlich zu finden sein sollte. Bundestrainer Joachim Löw hält zwar große Stücke von ihm, riet ihm aber indirekt im Vorfeld der Nominierung des vorläufigen EM-Kaders auch zu einem Wechsel als er sinngemäß sagte, dass ein Wechsel manchmal Kräfte freisetze, die der Entwicklung gut zu Gesicht stehen würden – ähnlich wie bei Toni Kroos bei seinem Wechseln vom FC Bayern zu Real Madrid im Sommer 2014.

Zeitgleich gab seine bisherige Berater-Agentur Sports Total mit Berater Volker Struth, der unter anderen auch Marco Reus, Gonzalo Castro, Benedikt Höwedes oder Ömir Toprak zu seinem Klienten zählt, bekannt, dass sich ihre Wege in Zukunft trennen werden. Er werde nun von seinem Vater Jürgen Götze und dem erfahrenen Anwalt Peter Düviange aus München vertreten. Dass dieser Wechsel zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich ist, da ein Transfer nun noch schwieriger für Mario Götze zu bewerkstelligen ist, steht außer Frage.

Letzte Cahnce für FC Bayern eine vernünftige Ablöse zu generieren – zweiter Fall Lewandowski möglich

Mit dieser Pressemitteilung und dem „Bekenntnis“ zum FC Bayern kann Götze allerdings auch versuchen seine Verhandlungsposition zu verbessern. Spielt der Ex-Dortmunder eine gute EM könnte sich sein Marktwert deutlich erhöhen und das Schaulaufen auf internationaler Bühne zu neuen Anfragen aus Europas Top-Ligen führen. Die Option Liverpool ist allerdings unwahrscheinlich, da dort zwar sein Förderer Jürgen Klopp als Trainer arbeitet, Liverpool aber in der nächsten Saison nicht international vertreten ist.

Sollte ein Wechsel in dieser Transferperiode wider Erwarten nicht zustande kommen, droht den Bayern ein zweiter Fall Lewandowski – allerdings umgekehrt. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schluss ein solches Szenario im Falle von Mario Götze nicht gänzlich aus. So wäre der der Nationalspieler im Sommer 2017 ebenso wie Robert Lewandowski 2015 bei seinem Wechseln zum FC Bayern München, ablösefrei zu haben.

Ein sehr verlockendes Szenario für Borussia Dortmund als Revance für die Transfers von Götze (2013) und Lewandowski (2015) – wobei Mario Götze damals für 37 Millionen zu den Münchnern wechselte.

Das kann nicht im Interesse des Rekordmeisters sein, sodass Götze entweder langfristig verlängern muss (unwahrscheinlich) oder aber noch in diesem Sommer wechselt, selbst wenn er sich jetzt zu den Bayern bekannt hat.

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