2. Bundesliga

Wieder Chaos bei 1860 München: Sportchef Kreuzer entlassen, Thomas Eichin als Heilsbringer

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Foto: struppi0601 / pixabay

Nach Ablauf der vergangenen, nervenaufreibenden Saison in der 2. Bundesliga, wo man erneut nur knapp dem Abstieg entronnen ist, hätte man es 1860 München wirklich gegönnt, dass nun mal etwas Ruhe einkehrt. Doch weit gefehlt. Am Mittwoch (22.06.2016) gab der Verein überraschend die Entlassung von Sportdirektor Oliver Kreuzer bekannt. Eine prominente Nachfolge gibt es auch schon: Thomas Eichin – bis Mai noch Manager von Werder Bremen, wird den Posten übernehmen.

Nach nur 8 Monaten geht somit bereits die kurze Schaffenszeit von Oliver Kreuzer, der zuvor bereits den Hamburger SV als Sportdirektor unterstützte, zu Ende.

Die Führungsetage um den Präsidenten von 1860 München Peter Cassalette verkündete diese Entscheidung am Mittwochnachmittag (22.06.2016) kurz und kanpp mit folgenden Worten:

1860 und Oliver Kreuzer gehen getrennte Wege. (Quelle: sport1.de)

Mehr Worte hatte die Vereinsführung für die Suspendierung von Oliver Kreuzer nicht parat. Ein Offenbarungseid. Postwendend gab es dann bereits am Donnerstagvormittag die Bestätigung seiner Nachfolge.

Thomas Eichin, der ehemalige Bremer Manager, übernimmt zum 01. August 2016 offiziell seine Aufgabe bei 1860 München.

Kopfschütteln bei Vereinstreuen

Das man Oliver Kreuzer, der miit wenigen finanziellen Mittel, klugen Verpflichtungen und einer guten Trainerwahl (Daniel Bierofka) entscheidend dafür verantwortlich war, dass der Traditionsverein die Klasse in der 2. Bundesliga halten konnte, so abserviert sorgt für Kopfschütteln bei Anhängern und Ehemaligen.

So gab der ehemaligen 1860-Trainer Karsten Wettberg Folgendes bei Sport1.de zu Protokoll:

Ich bin sehr verwundert und entsetzt darüber, dass man Kreuzer, der am überraschenden Klassenerhalt großen Anteil hatte, so behandelt.

Differenzen mit Investor Ismaik entscheidend

Entscheidenden Anteil an der Entlassung von Sportdirektor Oliver Kreuzer hatten wohl auch die Differenzen zwischen Investor Hasan Ismaik und ihm über die Besetzung des Trainerpostens für die Kommende Saison. Ismaik wollte unbedingt den nun verpflichteten Kosta Runjaic – Kreuzer hingegen Franko Foda von Sturmz Graz.

Darüber hinaus soll Ismaik an den Fähigkeiten von Kreuzer gezweifelt haben, da er bereits beim Hamburger SV nicht die beste Figur machte. Der ehemalige Bremer Thomas Eichin könne neben dem Sportdirektor-Posten hingegen auch die Rolle des Geschäftsführers übernehmen. Er besitze die nötigen Fähigkeiten in finanziellen Angelegenheiten, was er Oliver Kreuzer abspricht, wenngleich er mitentscheiend für den Klassenerhalt von 1860 München war.

Für Oliver Kreuzer war somit kein Platz mehr im Verein, auch wenn er sich mit seiner Rolle unter Thomas Eichin hätte anfreunden können.

Ähnlich überrascht wie die Öffentlichkeit war auch Oliver Kreuzer von seiner Überraschung, wie man aus seiner kurzen Stellungnahme erkennen konnte:

Ja, ich wurde freigestellt, mehr möchte ich nicht sagen.“  (Quelle: sport1.de)

Diese Personalpolitik ins Bild von 1860 München in den letzten Jahren. Es wurden unzählige Trainer verschlungen, das Präsidium neu besetzt und es gab immer wieder Ärger mit Investor Ismaik. Mannschaft und Fans können nur hoffen, dass mit Beginnn der neuen Saison endlich einmal Ruhe einkehrt.

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