EM 2016

Leidenschaftliche Isländer zwingen England in die Knie

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Island hat mit dem Erreichen des Achtelfinales für eine der Überraschungen bei der diesjährigen Europameisterschaft gesorgt. Im Spiel gegen die favorisierten Engländer traten die Männer aus dem Norden allerdings wieder sehr leidenschaftlich auf und kämpften sich nach einem frühen Rückstand zurück in die Partie.

Die Engländer erwischten einen Blitzstart und konnten durch Raheem Sterling nach nur drei Minuten einen Elfmeter herausholen, bei dem sich Keeper Halldorsson etwas ungeschickt anstellte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Wayne Rooney sicher und brachte die „Three Lions“ früh in Führung. Es schien ein Start nach Maß zu werden, doch die Isländer zeigten sich von dem schnellen Rückstand unbeeindruckt und glichen nur zwei Minuten später (5.) durch Sigurdsson aus, der einen langen Einwurf in den Strafraum zu verwerten wusste. Die Briten zeigten sich offensiv weiter sehr aktiv, blieben an der starken Defensive Islands aber immer wieder hängen. Island kämpfte sich nun immer mehr in die Partie und setzte auch vorne Akzente. Nach 18 Minuten versetzte Kolbeinn Sigthorsson dann eine ganze Nation in Ekstase, als er per Fernschuss sogar die Führung für den Außenseiter erzielte. Englands Torhüter Joe Hart, der beim Premier League-Klub Manchester City unter Vertrag steht, machte dabei alles andere als eine gute Figur, denn der Schuss war nicht wirklich feste geschossen und hätte vom Schlussmann eigentlich abgewehrt werden müssen.

Für die zweite Spielhälfte musste Roy Hodgson nun also taktisch ein wenig umstellen um einer Blamage zu entgehen. Für den zentralen Mittelfeldspieler Eric Dier kam daher Jack Wilshere vom FC Arsenal London in die Partie, der dem Spiel der Engländer aber auch keine Besserung bringen konnten. Island wirkte auch in der zweiten Hälfte deutlich gewillter, leidenschaftlicher und aggressiver in den Zweikämpfen. Bis zur 90. Minute hielten die Isländer ihre Abstände in den Ketten gut und ließen kaum nennenswerte Torchancen zu. Island schafft somit die wohl größte Sensation der letzten Jahre im Fußball und trifft im Viertelfinale nun auf Gastgeber Frankreich. Englands Trainer Roy Hodgson kündigte kurz nach dem Spiel auf einer Pressekonferenz seinen Rücktritt an.

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