Jürgen Klopp zeigt Mamadou Sakho die Grenzen auf

FC Liverpool
Foto: (Mick Baker)rooster / Flickr (CC BY-ND 2.0)

Jürgen Klopp galt bisher als sehr umgänglicher Trainer – auch in Liverpool – bekannt gewesen. Auf der derzeitigen USA-Tour im Rahmen des International Champions Cup zeigte er allerdings auch seine „harte Seite“. Der französische Nationalspieler Mamadou Sakho musste aufgrund von mehrfachen Undiszipliniertheiten nach Liverpool zurück fliegen. Das sind die Gründe.

Drei Verfehlungen von Sakho

Der FC Liverpool hält sich aktuell in den USA zur Promo-Toru auf. Dort treten sie unter anderen auch im Rahmen des International Champions Cup gegen einige Top-Mannaschaften an. Im Vorfeld der Partie gegen den FC Chelsea (27.06.2016, 0:1) musste Jürgen Klopp allerdings disziplinarisch durchgreifen.

Mamadou Sakho hatte sich drei Verfehlungen geleistet:

  • er war zu spät am Flughafen zum Abfhlug in die USA erschienen
  • er verpasste ein Training in den USA
  • er kam zu einem Essen zu spät

Doch der Höhepunkt – und letztlich wohl auch ausschlaggebend für die Disziplinarmaßnahme war Sakho’s Auftritt während des Besuchs der berühmten Gefängnisinsel Alcatraz.

Sahko’s Spaß auf Alcatraz wird zum Bummerang

Bei einer Pressekonferenz mit Jürgen Klopp mischte er sich unter die Journalisten und fragte seinen Trainer:

Herr Klopp, was glauben Sie, wie lange Sie hier auf Alcatraz überleben werden?

Die Reaktion des ehemaligen Dortmunder Erfolgstrainer folgte prompt:

Um ehrlich zu sein, bin ich nicht derjenige, der sich darüber Gedanken machen muss. Du solltest darüber nachdenken. Denn nur einer von uns war gestern Abend zu spät am Liverpooler Flughafen, als wir in die USA geflogen sind. Und das warst du.

Spätestens nach dieser Aussage konnte sich Mamadou Sakho ausrechnen, dass eine Verhalten nicht ohne Konsequenzen bleiben konnte.

Keine Geldstrafe – Zukunft in Liverpool unsicher

Wenig später legte er seinem Spieler in einem Gespräch, in welchem nur Jürgen Klopp selbst sprach, nahe nach Liverpool zurückzukehren und dort zu trainieren. Nach einer Woche würde die Mannschaft zurückkehren und dann würde man weitersehen.

Es gab keine Streit, denn es könne auch keinen gegeben haben, weil nur Klopp selbst gesprochen habe – wie er im einem Interview zugab.

Der Reds-Coach hält auch nichts von Geldstrafen, denn:

Ich habe kein Interesse am Geld der Spieler. Ich habe noch nicht oft Geldstrafen verhängt, das interessiert mich nicht. Und die Spieler auch nicht. Eine Geldstrafe schmerzt nur einen Moment lang. Ich will, dass die Spieler etwas tun, weil sie es tun wollen.

Zudem stellt er Folgendes klar:

Ich muss hier eine Gruppe formen, wir müssen ganz neu anfangen. Wir haben Regeln und die müssen respektiert werden. Wenn jemand das nicht tut, müssen wir reagieren.

Sakho durch Dopingbefund auffällig geworden

Das Verhältnis von Jürgen Klopp und Mamadou Sakho war auch vor dieser Aktion nicht mehr allzu gut. Sakho war in der vergangenen Saions bereits durch einen positiven Dopingtest aufgefallen und suspendiert worden.

Durch seine jetztiges undiszipliniertes Verhalten hat er sich nicht gerade in eine gute Position manövriert. Gut möglich, dass nach der Rückkehr von Liverpool aus den USA eine unangenehme Entscheidung gefällt werden muss.

An dessen Ende könnte dier Rauswurf von Sakho beim FC Liverpool stehen. Bei derartigen Eskapaden versteht der sonst so humorvolle Jürgen Klopp keinen Spaß.

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