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Sturmhauben, Gaspistolen und Casinoraub

Der Traum nach dem großen Geld hat wohl wirklich jeder schon einmal geträumt. Doch nur die wenigsten nehmen diesen Traum in die eigenen Hände. Was könnte man tun? Im Lotto abstauben, mit dem Onlinecasino Bonus Code sein Glück versuchen, von Verwandten erben oder doch lieber ein Casino ausrauben? Im Casino wird täglich um viel Geld gespielt und demnach wird dort natürlich auch viel Geld gelagert, was bei einem Raubüberfall einkassiert werden könnte. Die perfekte Gelegenheit. So oder so ähnlich dachten sich wohl drei Nachwuchstalente vom Hannover 96, die einen Casinoraub geplant, aber nicht ganz durchgeführt hatten. Alle Informationen dazu bekommt ihr hier.

Normalerweise wären solche Ereignisse lediglich Überschriften in lokalen Zeitungen: „Casinoräuber werden vor Raub verhaftet, da sie im Halteverbot stehen!“, „Räuber planen ein Casino auszurauben, verlieren auf halber Strecke aber den Mut!“, „Schlecht geplant und noch schlechter ausgeführt – Der fast Casinoüberfall, der im Halteverbot gestoppt wurde.“. Bei diesen nicht ganz so cleveren Räubern handelt es sich aber um drei junge und auf dem Fußballplatz talentierte Spieler, die im Nachwuchszentrum Hannover 96 trainiert werden.

Die Täter

Die drei Spieler sind Marcel L. (Mannschaftskapitän) Mohamed D. (Stürmer) und Enes B. (Abwehrspieler). Die Fußballspieler planten ein Casino in der Nähe auszurauben. Wieso die Jungs die Spielhalle überfallen wollten ist nicht bekannt, denn im Verein erhalten sie einen dreistelligen Lohn, der für ihre Ausgaben weitaus ausreichend dürfte. Anscheinend hatte einer der Täter Spielschulden, was ein Grund für den Raub sein könnte. Es wurde vor der Tat alles gründlich geplant. Der Tatort in Lauenau wurde ausgewählt, da einer der drei Spieler ganz in der Nähe wohnt und sie sich in der Umgebung auskennen und wohl auch schon selbst im Casino waren. Gut ausgestattet mit Sturmhaube, Handschuhe, Schal, Gaspistolen und einem vielleicht nicht ganz ausgereiften Plan wurde die Tat gestartet.

Der (fast) Casinoraub

Mannschaftskapitän Marcel, der Kopf der Bande, hatte nicht nur den Plan zum großen Glück, sondern auch den Audi A3 seines Vaters, mit dem er seine zwei Mannschaftskollegen in besagter Nacht abgeholt hat. Auf dem Weg zum Casino organisierten sie sich noch von zwei anderen Autos die Kennzeichen um das Fluchtfahrzeug zu tarnen. Kurz vor dem Ziel bekamen die drei dann aber doch Bammel und sie machten einen Rückzieher. Sie hielten zur Verschnaufpause an und parkten dummerweise auch noch im Halteverbot. Mit zwei verschiedenen Kennzeichen im Halteverbot parken mit Sturmhauben auf dem Rücksitz ist wohl keine ganz so gute Idee. Die Polizisten führte eine Verkehrskontrolle durch und merkten sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Sie ließen die Nummernschilder überprüfen und setzen die Nachwuchsspieler unter Druck. Die drei Möchtegern Gangster verloren die Nerven und gestanden alles.

Die Folgen

Als Folge ihres missglückten Versuchs das Casino auszurauben, wurden die drei vom Training vorübergehend suspendiert und ein Strafverfahren wurde gegen sie eingeleitet. Das Ergebnis des Strafprozesses war das Gerichtsurteil, das die drei zu Sozialstunden und einer satten Geldstrafe verurteilt hat. Beim nächsten Mal überlegen es sich die Jungs mit Sicherheit noch einmal anders, denn dieser Versuch ging deutlich nach hinten los.  Auch die Leitung des Nachwuchszentrums hat sich nach diesem Fall vermehrt Gedanken zur Betreuung der Spieler gemacht. So werden sie überlegen zukünftig Betreuer für die Zeit nach dem Training einzustellen. Hoffen wir dass Hannover 96 in Zukunft wieder mehr wegen ihrer Tore als wegen ihrer jungen Nachwuchsräuber in den Schlagzeilen steht.

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